„Es kann der liebste nicht in Frieden
leben, wenn's dem bösen Nachbarn nicht gefällt!“
So lautet ein bekannter Satz, den viele
nur zu gut nachvollziehen können. Schon Udo Jürgens besang ihn
ausführlich in seinem „ehrenwerten Haus“.
Der böse Nachbar will dies nicht, dem
bösen Nachbarn missfällt jenes.
Ein ganz neuer böser Nachbar hat sich
nun im Landtag des nordrheinwestfälischen Düsseldorf eingenistet
und mit ihm Forderungen, die das Leben schwer machen.
Das Kabinett um die Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft fordert ein absolutes Rauchverbot (unter anderem bzw.
vor allem) zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit. Und nicht
nur da. Damit Kinder und Jugendliche nicht in die Gefahr des
Passivrauchens geraten, soll der blaue Dunst auch in Vereinsheimen
mit abgetrenntem Raucherraum und in Eckkneipen unterbunden werden.
Wieso auch nicht?
Immerhin gibt es ja Unmengen an Kindern
und Jugendlichen, die sich nach dem Ganztagsunterricht in die nächste
Pinte im Ort zurückziehen, um dort ihr wohlverdientes Feierabendbier
zu sich zu nehmen, und dass sie dabei nicht zugequalmt werden sollen
ist nur allzu verständlich.
Gemäß des Kabinetts gibt es im
derzeitgen Nichtraucherschutzgesetz zu viele Schlupflöcher, doch es
stellt sich mir die Frage, ob es sich bei all dieser Hetze wirklich
um ein Rauchverbot handelt und nicht eher um ein Raucherverbot!
Raucher sind Menschen zweiter Klasse!
Raucher verschmutzen die heile und
gesunde Welt, in der die Kinder dieses Landes aufwachsen sollen!
„Kauf nicht bei dem ein! Der ist
Raucher!“
Wie lange wird es wohl dauern, bis
solch ein Satz Einzug in den gesellschaftlichen Alltag erhält? Wann
wird es Sonderzüge der DNRB, der Deutschen Nichtraucherbahn, geben,
die Raucher in dunklen Wagons in eigens für sie konzipierte Areale
bringt, wo sie erst nach arbeitsspezifischen Kriterien aussortiert
und dann den ganzen Tag in der Nikotinpflasterproduktion eingesetzt
werden, während schießwütige und nichtrauchende Militärs mit
ebenso nichtrauchenden Schäferhunden Wache halten?
Nikotinpflaster! Nikotinpflaster mit
besonderen Wirkstoffen zur Züchtung einer reinen Nichtraucherrasse!
Und diejenigen Raucher, die noch nicht
die Lagerpforte mit dem Schriftzug „Einatmen macht frei“
durchschritten haben und nach wie vor unheilvoll durch die deutschen
qualmfreien Straßen gehen, unerkannt und ohne dass jedermann schon
von weitem vor ihnen gewarnt wird, werden gekennzeichnet.
Ein Flicken auf der Jacke sollte
Abhilfe schaffen; eine große gelbe Zigarettenschachtel mit einem „r“
darin, in der Art, wie es auch im Marlboro-Schriftzug zu finden ist.
Jaja, geht alles seinen bisherigen
Gang, wird der Nichtraucherwahnsinn schon bald Methode haben, mehr
Methode als der Rassenwahnsinn, der vor fast siebzig Jahren endlich
sein Ende fand.
Aber okay! Ich gestehe, dass der
Vergleich mit dem Naziregime übertrieben ist. Schließlich sind
Hitler und sein Kabinett gänzlich willkürlich vorgegangen. Hitler
hatte völlig willkürlich Juden verfolgen lassen und man stelle sich
vor, ihm war es damals völlig egal gewesen, ob die verfolgten
rauchten oder nicht. Mal ehrlich, willkürlicher geht es doch gar
nicht mehr!
Deshalb möchte ich mich bei allen
entschuldigen, die sich durch diesen Artikel angegriffen fühlen,
denn etwas, wie dem eben dargestellten wäre heute natürlich
undenkbar. Heutzutage gibt es keine Willkür mehr, das 21.
Jahrhundert sieht eine gezielte Verfolgung vor! Wenn also jüdische
Mitbürger zur Kasse gebeten werden sollen, dann bitte nur
diejenigen, die Zigaretten bei sich führen.
Doch, warum so einseitig? Wenn
Jugendschutz, dann richtig, und deshalb fordere ich
Die totale Verbannung aller Fetten!
Mal im Ernst! Soviel Gewebewasser und
schwere Knochen, wie sie auf Deutschlands Straßen zu sehen sind,
gibt es auf der ganzen Welt nicht! Es handelt sich hierbei um
ungesunde Ernährung und Fresswahn, nicht weniger (eher mehr)!
Unter den Kindern dieses Landes gibt es
immer mehr Mädchen und Jungen, die übergewichtig sind, was auf
Dauer zu gesundheitlichen Schäden führen kann, und genau da muss
angesetzt werden.
Aber wie?
Nun, ich habe da 'mal etwas
vorbereitet:
- Gemäß einer, unter medizinischen Gesichtspunkten erstellten, Liste wird das erlaubte Höchstgewicht eines jeden Bürgers bestimmt.(mögliche Kriterien könnten sein: Alter, Geschlecht, Körpergröße, sportliche Aktivitäten, Arbeitsfeld)
- Im Falle eines Überschreitens des Höchstwertes wird die Person für eine bestimmte Zeit unter Arrest gestellt.(Der Zeitfaktor wird auch hier medizinisch ermittelt und entspricht in seinem Umfang der Zeit, die der Arretierte benötigt, um wieder zu normaler Masse zu gelangen.)
Wird der Arrest erfolgreich
überstanden, darf die Person rehabilitiert in die Gesellschaft
zurückkehren.
Wird allerdings das Ziel des Arrestes
in der vorgegebenen Zeit nicht erreicht, kann nach einer MPU, also
einer medizinisch-prychologischen Untersuchung, eine
Fristverlängerung gewährt werden. Andernfalls tritt automatisch
Schritt 3 in Kraft.
- Nicht zu kurierende Personen, d.h. solche, die den Arrest ungenügend beenden oder mehrfach rückfällig werden, sind endgültig aus der Gesellschaft zu entfernen!(Es bietet sich hier an, ein Reservat zu gründen, in denen die Missgestalteten und schlechten Vorbilder ihren Lebensabend verbringen können. Denkbar wäre, nach französischem Vorbild, eine Insel -z.B. Helgoland.)
Natürlich ist übergewichtigen
Bürgern eine Fortpflanzung untersagt, wenn festgestellt wurde, dass
die übermäßige Beleibtheit genetisch bedingt oder derart fest im
eigenen Denken verwurzelt ist, sodass befürchtet werden muss, die
nächste Generation würde mit den selben Problemen und Problemzonen
zu kämpfen haben. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht
um den Versuch einer Züchtung einer Eliterasse handelt. Es sollen
einzig gewisse gesundheitliche Mangelerscheinungen bereits pränatal
ausgeschlossen werden.


